St. Annatag

St. Annatag Die Lebensgeschichte der heiligen Anna ist dem alttestamentlichen Vorbild von Hannah und ihrem Sohn Samuel nachgezeichnet. Nach zwanzigjähriger kinderloser Ehe mit Joachim gebar Anna Maria.
Nach der Lehre der römisch-katholischen Kirche wurde Maria durch den Heilsplan Gottes frei von jeder Erbsünde gezeugt, was erst die Geburt Jesu ermöglichte. Dies ist jedoch nicht als Abwesenheit von Sexualität zu verstehen, Joachim gilt als leiblicher Vater Marias.
Der Legende nach brachten sie Maria in Erfüllung eines Gelübdes im Alter von drei Jahren zur Erziehung in den Tempel nach Jerusalem. Nach Joachims Tod hatte die inzwischen betagte Anna noch zwei weitere Ehemänner, Kleophas und Salomas.
Die Heilige Anna, Mutter Marias war laut mehreren Evangelien die Großmutter von Jesus Christus.
Ihr zu Ehren wurde im Jahr 550 in Konstantinopel eine Kirche errichtet. 1142 erbaute Avda, die Witwe des Königs Balduin neben dem Bethesda-Teich in Jerusalem die St. Anna-Kirche, da man dort die Wohnung von Joachim und Anna vermutete.
Den Höhepunkt der Verehrung erfährt sie gegen Ende des Mittelalters, so auch in zahlreichen Darstellungen (Anna, Maria und das Jesuskind). Die heilige Anna war lange Zeit die Lieblingsheilige Martin Luthers und Kaisers Maximilian. 1481 ließ Papst Sixtus IV. den Gedenktag der Anna in den römischen Kalender aufnehmen. 1584 bestimmte Papst Gregor XIII. ihren Festtag auf den 26. Juli. Seit 1501 befindet sich eine Kopf-Reliquie der hl. Anna, das Annahaupt, in Düren. Die spätgotische St. Annakiche wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Ihr Neubau erfolgte 1956 durch den Architekten Rudolf Schwarz. In Wien und anderen Städten befinden sich weitere Reliquien.
Das Annafest wird in verschiedenen Gegenden Deutschlands (z.B. in Franken und in Westfalen) alljährlich als Volksfest gefeiert.
In Heilbronn befindet sich eine alte Linde auf der ehemaligen Grundfläche einer ihr geweihten Kapelle. Dieses Naturdenkmal, das an eine alte Legende erinnert, heißt Annalinde. 2001 fand man bei Ausgrabungen eine St. Anna gewidmete Feldkirche bei Bad Münder.
In Schlesien ist der St. Annaberg seit Jahrhunderten ein zentraler Wallfahrtsort. In der NS-Zeit fanden dort große Demonstrationen des Glaubens statt. Nach dem Krieg wurde der Ort ein Symbol für die verlorene Heimat, aber auch ein Platz, von dem Versöhnung ausgeht. Auch die heutigen Schlesier halten ihn hoch in Ehren. Die Vertriebenen haben die Annaverehrung in die neue Heimat mitgenommen und treffen sich jährlich am Annatag z.B. auf dem Annaberg in Haltern.
Sie ist Patronin von Florenz, Innsbruck, Neapel, der Bretagne sowie der Mütter und der Ehe, der Hausfrauen, Hausangestellten, Witwen, Armen, Arbeiterinnen, Bergleute, Weber, Schneider, Strumpfwirker, Spitzenklöppler, Knechte, Müller, Krämer, Schiffer, Seiler, Tischler, Drechsler, Goldschmiede, der Bergwerke, für eine glückliche Heirat, für Kindersegen und glückliche Geburt, für Wiederauffinden verlorener Sachen und Regen. Sie soll gegen Fieber, Kopf-, Brust- und Bauchschmerzen sowie bei Gewitter schützen.
Um den Annatag herum beginnen die sommerlichen Hundstage, die bis in den August hinein andauern; diese Jahreszeit wird durch den Aufgang des Hundssterns, des Sirius im Sternbild des großen Hundes bestimmt und zeichnet sich durch große Hitze und die damit einhergehenden Gewitter aus. Selbst Martin Luther soll erklärt haben: Sankt Anna war mein Abgott und rief die Heilige auf seiner Wanderung bei Stotternheim zum Schutz vor Blitz und Donner an.

Bauernregeln: 
Wenn am Annatag die Ameisen aufwerfen, so soll ein strenger Winter folgen. 

St. Anna klar und rein / wird bald das Korn geborgen sein. 

Anna warm und trocken, / macht den Bauer frohlocken. 

Um St. Ann / fangen die kühlen Morgen an. 

Ist St. Anna erst vorbei / kommt der Morgen kühl herbei.







































































































































































Georgiritt

Georgiritt Der Georgiritt wird jedes Jahr am 1. Sonntag im September begangen.
Es wird vermutet, dass der Georgiritt dadurch entstand, dass ein Bittgang auf Grund einer Viehseuche gemacht wurde. In Angleichung an den Leonhardiritt (z.B. in Bad Tölz) wurde dieser im Laufe der Zeit zu einer Prozession zu Pferd mit anschließender Segnung von Mensch und Tier.
In Ruhpolding bewegt die der Zug mit Reitern, Trachtengruppen, Musikkapellen und Festwagen zu der im 13.Jahrhundert erbauten Wallfahrtskirche St. Valentin. Dort findet eine Gottesdienst mit anschließender Segnung aller Teilnehmer des Georgiritts.
Der Heilige Georg lebte im 3. Jahrhundert. Er war ein Märtyrer, der am 23. April im Jahre 305, zu Beginn der Christenverfolgung gestorben sein soll. Viele Märtyrerlegenden ranken sich um ihn: Ein mal kennen sie einen Bischof Georg von Alexandria, der nach zahllosen Martyrien immer wieder vom Erzengel Michael zum Leben erweckt worden sein soll.
Andere Legenden berichten von einem Perserkönig Dadian - in späteren Legenden wird er als Richter Dacian vorgestellt, der die Martern Georgs unter Diokletian veranlasste. In einer Vision soll Jesus selbst ihm ein sieben Jahre andauerndes Martyrium vorausgesagt haben. Dabei sollte Georg drei mal sterben und wieder auferstehen. ...weiterlesen
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